Geschichte

Die E.-Technikâ  gehört noch zu den jüngeren Behandlungstechniken der Physiotherapie.

Die Technik wurde von Peter Hanke als eine ganzheitliche Behandlungsmethode zur Behandlung neurologischer, orthopädischer und internistischer Kranheitsbilder entwickelt.

Bereits 1954 experimentierte Dr. Vojta und andere mit globalen   Bewegungsmustern, die reziproken Charakter und Fortbewegungstendenzen aufzeigten. Dr. Vojta verwendet  seit ca. 1959 die Muster REFLEXKRIECHEN und später dazukommend REFLEXDREHEN in der Rehabilitation  motorisch gestörter Säuglinge und Kinder.

Ende der 60-er Jahre kam Dr. Vojta in die orthopädische Uniklinik nach Köln  in der Peter Hanke als leitender Krankengymnast arbeitete. Peter Hanke behandelte zusammen mit Dr. Vojta schwer CP-geschädigte  Kinder mit Reflexkriechen und Drehen. Auf Grund der Tatsache, daß es sich zumeist um ältere Kinder  handelte, bewog Hanke die Arbeitshypothese von Dr. Vojta  zu überprüfen, ob das, was für Kinder im ersten und zweiten Trimenon gilt, auch für die Behandlung Erwachsener, die schon viel weiter in ihrer  motorischen Entwicklung sind, verwendet werden kann.

Peter Hanke begann " orthopädisches Gedankengut "  einzubringen und wandelte die Reflex muster mehr auf die Alltagsmotorik ab. Über das funktionelle  Verständnis gewann die bipedale Fortbewegung als Grundprinzip für Kriechen und Drehen zunehmend an Bedeutung für die sich verselbständigende E.-Technik.

" Die Entwicklung der Erwachsenentherapie war sicherlich keine Explosion, sondern entscheidend durch  Skoliosebehandlung geprägt. Die Skoliose ist sowohl ein orthopädisches als auch ein neurologisches  Problem." Gespräch mit Peter Hanke in Physiotherapie international Nr.1-94)

Die Koordinationsmuster Kriechen und Drehen waren somit für Hanke keine künstlichen Gebilde, sondern mußten (in Teilen) in der Fortbewegung des aufrecht gehenden Menschen erscheinen.

Mit dieser Erkenntnis war es ein logischer Schritt die sich immer mehr selbständig weiter entwickelnde E.-Technik über die Behandlung von zerebralgeschädigten Kleinkindern, Kindern und  Erwachsenen auf orthopädische oder besser gesagt auf neuro- orthopädische Krankheitsbilder anzuwenden.

Die damals aufgestellte Arbeitshypothese bestätigte sich im Laufe vieler Jahre praktischer Erfahrung. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wurden mittlerweile überaus positive Behandlungsergebnisse nachgewiesen und in internationalen Publikationen veröffentlicht.